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Foto: Thomas Lorenzen, Wester-Ohrstedt

Ein kurzes Portrait des Kreises NF

Die Urlaubsregion

Der Kreis Nordfriesland ist in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich: Er grenzt im Westen an die Nordsee und im Norden an Dänemark. Seine landschaftliche Schönheit und kulturelle Vielfalt haben Nordfriesland zu einer der beliebtesten Urlaubsregionen Deutschlands werden lassen. Jährlich rund 13 Millionen Übernachtungen zählt das Feriengebiet »Nordsee Schleswig-Holstein«, zu dem auch der südliche Nachbarkreis Dithmarschen gehört.

Die Tourismusintensität, also die Zahl der Übernachtungen je Einwohner, ist an der Nordsee Schleswig-Holstein überdurchschnittlich hoch: Jährlich verzeichnen wir hier 74 Übernachtungen je Einwohner. Der Bundesdurchschnitt liegt bei fünf Übernachtungen, im Urlaubsland Schleswig-Holstein sind es acht.

Besondere touristische Highlights sind die fünf nordfriesischen Inseln, darunter Sylt, Föhr und Amrum, sowie die zehn Halligen – eine weltweit einmalige Landschaftsformation inmitten des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Das Zugpferd des Fremdenverkehrs ist die Nordsee. Breite Sandstrände auf den Inseln, aber auch auf dem Festland bei St. Peter-Ording laden zum Badeurlaub ein. Ein mehr als 1.000 km umfassendes ausgeschildertes Radwegenetz sowie der internationale Fernradwanderweg »North Sea Cycle Route« bilden die Grundinfrastruktur für den Ausbau des Fahrradtourismus in den nächsten Jahren.

Politische Gliederung

Der 2.082,8 Quadratkilometer umfassende Kreis mit seinen rund 163.700 Einwohnern gliedert sich in 133 Gemeinden, davon sieben Städte; 128 Gemeinden und Städte sind zu acht Ämtern zusammengefasst, drei Städte und zwei Gemeinden sind amtsfrei. Kreisstadt ist Husum mit rund 22.000 Einwohnern.

Verkehr und Wirtschaft

Über die Bahnverbindung Hamburg-Westerland bzw. Hamburg-Esbjerg sowie die Bundesstraße 5 ist der Kreis verkehrsmäßig gut erschlossen. Nordfriesland ist nicht von wenigen Großunternehmen abhängig, sondern weist eine kleinteilige, aber leistungsfähige Wirtschaftsstruktur auf.

Zu den wirtschaftlichen Leitbranchen der Region gehört neben dem Tourismus insbesondere die Windenergie. In dieser Boombranche entstand in den letzten Jahren eine Vielzahl neuer Arbeitsplätze im Kreisgebiet. Einige international führende Unternehmen des Windkraftanlagenbaus haben sich in Nordfriesland angesiedelt. Eine große Chance seiner künftigen Wirtschaftsentwicklung sieht der Kreis im Bereich der Offshore-Windenergieparks.

Aufgrund seiner klimatischen Besonderheiten und vorhandenen Kernkompetenzen liegen unter anderem in den Bereichen Gesundheitsmedizin und Gesundheitstourismus große Wachstumspotenziale für Nordfriesland. Eine immer noch hohe Bedeutung hat daneben die traditionell das Erscheinungsbild des Kreises prägende Landwirtschaft.

Kooperation mit Dänemark und Nachbarkreisen

Die Nachbarschaft zu Dänemark, vielfältige historische Beziehungen und gemeinsame Interessen motivieren den Kreis Nordfriesland, eine aktive Rolle im Europa der Regionen zu übernehmen. Der Kreis Nordfriesland, die Stadt Flensburg und der Kreis Schleswig-Flensburg auf der deutschen Seite sowie die vier großen Kommunen Apenrade, Sonderborg, Hadersleben und Tondern auf der dänischen Seite der Staatsgrenze bilden die europäische Region Sønderjylland-Schleswig.

Sie stellt die Grundlage für eine intensive Zusammenarbeit mit dem Zweck dar, die Entwicklung in der gemeinsamen Grenzregion zu fördern. Dutzende Kooperationsprojekte sind bereits umgesetzt worden – zum Beispiel in den Bereichen Rettungsdienst, Kultur, Bildung, Wirtschaftsförderung und Naturschutz. Ein besonderes Augenmerk gilt der Förderung des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes, etwa mit Hilfe einer eigenen Beratungsstelle für Grenzpendler.

Kultur in Nordfriesland

Sowohl quantitativ als auch qualitativ viel zu bieten hat Nordfriesland nicht zuletzt im kulturellen Bereich: Nordfriesland weist die größte Anzahl eingetragener Kulturdenkmale und die höchste Museumsdichte aller Kreise in Schleswig-Holstein auf; in der Region Eiderstedt stehen mehr Kirchen als in jeder anderen Region des Landes.

Im »Sprachenland« Nordfriesland werden fünf Sprachen gesprochen: Hoch- und Plattdeutsch, Hoch- und Niederdänisch sowie Friesisch. Neben dem dänisch-sprachigen Bevölkerungsteil bilden auch die Friesen eine nationale Minderheit unter dem Schutz der europäischen Sprachencharta; etwa 10.000 Menschen in Nordfriesland sprechen mindestens einen der neun verschiedenen Dialekte des Friesischen, die hier verwurzelt sind.

Für die hohe Lebensqualität des Kreises mit seinen Inseln und Halligen bürgt unter anderem eine lebendige Künstlerszene, in der Bildende Kunst, Literatur und Musik eine nicht unbeträchtliche Rolle spielen. Dazu kommen die Besonderheiten der kulturellen Erscheinungsformen aus der Geschichte, den Traditionen und Bräuchen dieser besonderen Landschaft, was Einheimische wie auch Urlaubsgäste sehr zu schätzen wissen.

Fit für die Zukunft

Die Husumer Kreisverwaltung hat zahlreiche Initiativen und Projekte gestartet, um den Kreis auch angesichts des demografischen Wandels zukunftsfähig zu halten. Unter dem Titel »Region schafft Zukunft« hat die Bundesregierung Nordfriesland als eine von bundesweit vier Modellregionen ausgewählt und besonders gefördert, damit hier Lösungen konzipiert werden, von denen später deutschlandweit auch andere Regionen profitieren können.

Dabei stehen unter anderem die zukunftssichere Planung gemeindlicher Infrastrukturen, die stete Einbeziehung der besonderen Interessen sowohl von Kindern und Jugendlichen als auch älteren Menschen, die betriebliche Gesundheitsförderung, die Förderung ehrenamtlichen Engagements, die altersgerechte Gestaltung von Wohnräumen sowie der Klimaschutz im Fokus. Nähere Informationen finden Sie unter den Links im Kasten »Mehr zum Thema« auf dieser Seite.

Der Kreis Nordfriesland ist ein »Optionskreis« nach dem Sozialgesetzbuch II und kümmert sich in enger Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Kommunen um die Arbeitsvermittlung für Langzeitarbeitslose. Die Erfolge sprechen für sich: Seit Anfang 2005 sind in rund 20.000 Fällen Menschen wieder in Lohn und Brot vermittelt worden, die vorher teils viele Jahre lang keine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben schienen.