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Strommasten im ländlichen Raum

Netzausbau in Norfriesland

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

für den beschlossenen Atomausstieg sowie für die klimapolitisch notwendige Abkehr von den fossilen Energieträgern Kohle und Gas benötigen wir dringend einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in der Bundesrepublik Deutschland. Nur so wird neben Maßnahmen der Energiesparung und Energieeffizienz auch mittel- und langfristig die Sicherheit der Stromversorgung gewährleistet sein.

Ein wesentlicher Beitrag zum Gelingen dieser Energiewende fällt der schleswig-holsteinischen Westküste zu. Aufgrund unserer Windhöffigkeit ist der Energieertrag und somit die Wirtschaftlichkeit von Windparks in Dithmarschen und Nordfriesland besonders hoch; dementsprechend sind bei uns in den vergangenen Jahrzehnten schon viele Anlagen errichtet worden. So werden heute allein im Kreis Nordfriesland 1.800 Gigawattstunden Strom vor allem aus Wind, aber auch zunehmend aus Sonne und Biomasse produziert. Das ist deutlich mehr Strom, als in der Region benötigt wird, und für die nächsten Jahre sind weitere Windparks geplant.

Doch die bestehenden Stromnetze reichen nicht aus, um diese gewaltige Energiemenge zuverlässig zu den Verbrauchsschwerpunkten in den südlichen Bundesländern zu transportieren. Dringend notwendig erscheint eine zusätzliche Höchstspannungsleitung von Niebüll bis Brunsbüttel, um von dort Richtung Süden weitergeführt zu werden.

Gegenwärtig benötigen die Genehmigungsverfahren für solche Stromtrassen 10 bis 15 Jahre. Sie sind häufig mit Konflikten in den betroffenen Regionen und gerichtlichen Auseinandersetzungen verbunden. Benötigt wird aber ein deutlich schnellerer und auch konfliktärmerer Netzausbau.

Daher haben sich die Netzbetreiber, das Land Schleswig-Holstein, die betroffenen Kreise sowie weitere Beteiligte auf eine »Beschleunigungsvereinbarung« verständigt. Ziel ist es, bereits 2015 mit dem Bau eines ersten Abschnitts beginnen zu können.

Zu diesem Zweck soll die gesamte Trassenplanung nachvollziehbar und transparent gestaltet werden und durch eine frühzeitige und intensive Einbindung der hier lebenden Bevölkerung Akzeptanz und ein gesellschaftlicher Konsens geschaffen werden. Dazu gehört aber auch, Hinweise und Anregungen aus der Region zu prüfen und berechtigte Forderungen in der Planung zu berücksichtigen.

Bitte nutzen Sie daher die Möglichkeit, sich frühzeitig zu informieren, sich zum Für und Wider und zur persönlichen Betroffenheit ein eigenes Bild zu machen und sich bei Fragen, Anregungen und Bedenken an die Netzbetreiber oder den Kreis Nordfriesland zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen

gez.
Dieter Harrsen
Landrat