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Foto: Johanna Jürgensen, Husum

Mahnmal der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing

Chronik 1938 bis heute

1938/39
als Barackenlager für höchstens 400 Mann errichtet, die mit Bauarbeiten am Flugplatz Husum-Schwesing beschäftigt waren.

25.09.1944
Außenlager des KZ Hamburg-Neuengamme.
1.500 Häftlinge werden mit Viehwaggons der Bahn aus Neuengamme herantransportiert und eingepfercht. Arbeitseinsatz an der Verteidigungsanlage »Friesenwall«

19.10.1944
Weitere 1.000 Häftlinge aus Neuengamme folgen.
Seitdem steigende Zahl von Todesfällen durch Hunger, Überarbeitung, Auszehrung, Krankheit und körperliche Züchtigung.

01.11.1944
Ungefähr 1.000 Häftlinge werden von Husum-Schwesing in das Außenlager Ladelund transportiert.

29.12.1944
Durch die veränderte militärische Lage ist der »Friesenwall« vollends sinnlos geworden.
Die überlebenden Häftlinge werden nach Neuengamme zurückgebracht, über 300 Menschen sind in Schwesing ums Leben gekommen, von denen bisher 297 namentlich bekannt sind. Die genaue Zahl ist unbekannt.

nach 1945
Zeitweise Flüchtlingslager.

30. Januar 1983
Ehemalige Häftlinge berichten am 50. Jahrestag von Hitlers Machtergreifung in Husum auf Einladung der »KZ-Arbeitsgruppe Husum-Schwesing« über ihre Leiden in Husum-Schwesing.

1985
Erwerb eines Teils des Lagergeländes durch den Kreis Nordfriesland.

1987
Einrichtung der Gedenkstätte. Bau des Mahnmals.

1994
Erwerb weiterer Teile des Geländes mit den Fundamentresten und dem Hydranten, die unter Denkmalschutz gestellt werden.

1998
Installation der Informationstafel am Parkplatz

2000
Die historische Lagerstraße wird freigelegt.

2001/2002
Errichtung des Stelenfeldes.

2007
Erwerb der zwischenzeitlich zum Wohnhaus umgebauten ehemaligen Küchenbaracke.

2012
Abriss der nicht historischen Teile der Küchenbaracke und Sicherung des Kellergeschosses. Sanierung des Mahnmalgebäudes.

2013

Erweiterung durch ein Schild mit Namen, Nationalität und weiteren Angaben zu den Ermordeten sowie durch Erläuterungstafeln auf dem Gelände. Herstellung einer barrierefreien Zuwegung.